8 Katzenbabys - und nun?

Nun hatten wir natürlich eine Aufgabe mit all diesen Katzen: 8 kleine Katzenbabys und ihre 2 Mutterkatzen.

 

Meine Freundin telefonierte ganz Nord-Teneriffa ab, fragte bei allen Tierschützern, bei Tierheimen, bei allen, die auch nur annähernd involviert bzw. engagiert waren in den Tierschutz hier vor Ort.

 

Doch die Essens war niederschmetternd. Die meisten nahmen nur Hunde auf, die anderen waren “voll mit Katzen”. Oder aber die Katzenschützer galten als “Katzenmessies”. Die Privatleute hatten alle schon selber genügend Katzen oder lebten nur das halbe Jahr hier auf der Insel.

 

3mal am Tag fütterte ich 12 Katzen, dabei 8 Katzenbabys
3mal am Tag fütterte ich 12 Katzen, dabei 8 Katzenbabys

Und so gab es für uns nur eine Lösung: Wir mußten es selber schaffen. Wir fütterten die Katzen täglich und begannen sofort, Aushänge mit Fotos und “Zuhause gesucht” auszuhängen – bei örtlichen Tierärzten, in Futterläden und wo sonst noch Menschen unterwegs waren, die Interesse haben könnten. Und wir fragten jeden, den wir trafen, Deutsche wie Canarios, ob sie nicht jemanden wüßten, der gerne ein Katzenbaby aufnehmen würde.

 

Daß es nicht einfach werden würde, war uns klar. Und so war es dann auch.

 

Da dann  meine Freundin für 2 Monate nicht hier war, fütterte ich alleine – 3mal am Tag. Dies  hatte den Vorteil, daß alle Katzen nach und nach gutes Vertrauen zu mir gewannen. Denn man darf ja nicht vergessen, die Kleinen waren wild geboren, die Mütter kannten auch kein Zuhause.

 

Das ist Angelo.
Das ist Angelo.

Bei jeder Fütterung streichelte ich alle Katzen, die es zuließen. Ich blieb immer dabei, blieb dann noch weiter eine Weile. Die Katzen, die schon Vertrauen hatten, nahm ich immer auch einmal hoch auf meinen Schoß, gab ihnen ein Küßchen – und ließ sie wieder runter springen, wenn sie genug hatten.

 

Nun war es Winterzeit und somit auch Regenzeit. Und so stand ich dann bei Regen mit einem Schirm an der Futterstelle – alle Katzenbabys trocken unter dem Schirm beim Fressen, und ich wurde pitschenaß…

Und so stelle ich dann die Hündehütte zur Futterstelle, die zum Glück an ein “grünes Dickicht” grenzte, sodaß man die Hütte nicht gleich von außen sah, die Katzen sich im Dickicht prima aufhalten und verstecken konnten.

 

Diese Hütte nahm Näschen mit ihren 6 Kleinen sofort an. Sie alle kamen mir auch bei Regen immer trocken entgegen. Doch die andere Mama, Guapa, kam mit ihren beiden Wollknäueln immer pitschenaß zur Fütterung. Denn sie ging über die Straße ins Grundstück gegenüber mit ihren Babys.

 

Und genau dies war eine der Gefahren dort, die Straßen, an der die Futterstelle lag. Natürlich ist hier nichts viel befahren, aber Autos fahren dort natürlich dennoch. Und so begleitete ich die Kleinen von Guapa immer, wenn sie kamen bzw. wenn sie zurück ins andere Grundstück gingen.

 

 

Es war natürlich auch anstrengend für mich, aber ebenso immens dankbar. Es dauerte nicht lange, da lief mir die ganze “Meute” komplett entgegen, wenn ich zur Fütterung kam. 12 Katzen – ich fühlte mich ein wenig wie der “Rattenfänger von Hameln”…

 

Auch mein Auto erkannten sie sofort. Kam ich mit dem Wagen angefahren, dann liefen 12 Katzen zu meinem Auto, auch wenn ich ein wenig entfernter parkte. Dies mußte ich, denn ich hatte schon die Situation, daß dann mehrere Katzen unter meinem Auto entspannt saßen und ich nicht mehr los kam…

 

Sie alle wurden immer zutraulicher und natürlich größer.

 

Wir hofften weiter, alle vermitteln zu können, machten uns aber auch nichts vor.

 

Wir alle hatten selber schon viele Katzen. Und zum Glück, so gesehen, waren es 8 Babys, denn 1 oder 2 hätte ich sicherlich doch aufgenommen…

 

Die Mamakatzen müssen wir kastrieren lassen, sobald die Kleinen sie nicht mehr so brauchen. Auch dies stand natürlich noch an. Und wenn wir nicht alle Kleinen vermittelt bekommen, dann müssen später auch sie kastriert werden.

 

Tigerle
Tigerle

Nun mußte ich auch sehen, welches Kleine ein Mädchen ist und wer ein Junge. Denn wenn wir vermitteln können, möchte die Menschen dies natürlich wissen. Und für uns war es wichtig, denn die Mädels müssen natürlich zuerst kastriert werden. Bei manchen war es eindeutig, bei anderen hab ich mich zuerst vertan, bei anderen hat es sich erst sehr spät gezeigt.

 

Und sie mußten Namen bekommen.

 

Die kleinen hübschen Langhaarigen von Guapa nannte ich Bella (ein süßes Mädchen, Schwarz mit etwas Weiß) und Schüchternchen (ein kleiner Kater, der anfangs der Schüchternste war und aussah wie seine Mutter).

 

Kimbali
Kimbali

Näschens Wurf bekam die Namen Magic (der große Schwarze mit den weißen Pfötchen, weil er mich an einen Zauberstab erinnerte – ein Kater), Angelo (hier war lange unklar, ob Mädchen oder Kater; er war aber so frech, es mußte ein Kater sein; er war der Zutraulichste von Anfang an – der Langhaarige Weiße mit Getigert), Kimbali (das Weiße mit den blauen Augen – ich dacht erst, es wäre ein Kater, doch es ist ein Mädchen – so wurde aus Kimba Kimbali), dann Tigerle (eindeutig ein Kater, der Tiger), Chica (wie sich herausstellte ein Kater, der nun Paulo heißt – das größere langhaarige Kätzchen Weiß mit Schwarz), und Peppi (das kleine Schwarze, eindeutig ein Mädchen – sie hatte eine Zeit lang viele einzelne weiße Haare in ihrem weißen Fell und sah aus wie ein Igel – so kam ich auf Peppita, woraus Peppi wurde).

Vorne ist Paulo, dann von links nach rechts: Mama Näschen, Magic, Kimbali, Tigerle, Peppi
Vorne ist Paulo, dann von links nach rechts: Mama Näschen, Magic, Kimbali, Tigerle, Peppi


Meine weiteren Internetseiten:

www.Katzensprechstunde.de - www.Katzenportal.net

 

Meine Katzenratgeber: