Kimbalis Vermittlung geht schief

Am gleichen Tag, als die kleine Bella vermittelt wurde, kamen später am Nachmittag Interessenten für ein weiteres Baby. Wir hatten einen Termin ausgemacht.

 

Es kam eine kanarisch-russische Großfamilie…, die mir dann mitteilten, sie würden doch gerne gleich 2 Katzenbabys nehmen, eines für sich, ein anderes für die junge Freundin der Tochter. Einen Korb hatten sie nicht mit.

 

Es war ein mittelschweres Chaos…

Ich versuchte, so gut wie nur möglich, die Lebenssituation herauszubekommen, damit ich sicher war, daß auch dies ein gutes Zuhause wäre.

 

Dann wurde überlegt, welche Katzen es denn sein sollten.

 

Die Wahl fiel auf Kimbali und Tigerle.

 

Nach sehr langen, nicht gerade einfachen Gesprächen, sagte ich, daß ich nun endlich die Katzen füttern müsse, zumal ich nur dann eine Katze in den Korb bekomme. Da ich das Problem im voraus ahnte, hatte ich zumindest eine kleine Katzentransporttasche dabei.

 

Die Katze, die ich zuerst in die Tasche bekam, war Kimbali. Begeistert war die arme Kleine natürlich nicht.

 

Eine weitere Katze aber wäre zu diesem Zeitpunkt nicht möglich, denn es fehlte ja eine weitere Transportmöglichkeit für ein Kätzchen.

 

Wir besprachen, daß sie mir die Tasche zurück bringen und dann der Tigerle eingefangen wird.

 

Und so fuhr Kimbali im Auto davon.

kleine Kimbali
kleine Kimbali

Gleich am nächsten Tag bekam ich den Anruf, daß Kimbali noch in der ersten Nacht nach draußen entwischt sei und nicht wieder gekommen wäre. Ich fuhr natürlich sofort dorthin.

 

So konnte ich mir aber gleich auch ein gutes Bild vom neuen Zuhause vor Ort machen. Es war perfekt für eine Katze. Eine wundervolle, natürliche Umgebung, ein Traum. Die Familie kümmerte sich ganz lieb, an den großen katzenfreundlichen Hund mußte sich die neue Katze natürlich noch gewöhnen, ebenso wie an die dort bereits vorhandene ältere Katze.

 

Ich rief und rief Kimbali, suchte sie überall. Und dann sah ich die kleine süße weiße Katze – im Gebüsch. Sie mauzte, sie antwortete mir. Sie kam sofort zu mir, als sie mich sah und hörte. Ich nahm Kimbali auf den Arm und trug sie zurück in ihr neues Zuhause.

Dort war die Kleine zwar absolut aufgeregt, doch alles war gut. Sie spielte mit den neuen Menschen, die sich alle ganz liebevoll bemühten. Denn auch sie hatten sich natürlich große Sorgen gemacht.

 

Alles war wieder gut.

 

Doch 3 Tage später erhielt ich erneut den Anruf, daß Kimbali wieder nach draußen entwischt sei, nun schon 2 Tage nicht wieder aufgetaut war. Also fuhr ich wieder dort hin.

 

Diesmal kam Kimbali nicht, als ich sie suchte. Doch ihre neuen Menschen hatten an der Stelle, wo ich Kimbali das erste Mal draußen fand, Futter hingestellt. Und den Napf fanden sie immer später leer vor.

 

Ich war mir sicher, daß Kimbali sich hier bediente. Denn sie kannte ja diese Situation, so wie sie aufgewachsen war: draußen in freier Natur und Futter steht parat.

 

Ich fuhr zu einem anderen Zeitpunkt noch einmal hin, denn es war nun mein Ziel, dann dort aufzutauchen, wenn es für Kimbali die bekannte Fütterungszeit von vorher war.  Wieder aber keine Kimbali.

 

Nun war die Kleine schon 3 Tage lang draußen alleine. Und so fuhr ich noch einmal hin, diesmal abends, zur abendlichen Fütterungszeit. Ich stand wieder dort, wo ich sie das 1. Mal fand. Keine Kimali. Nun beschloß ich, so lange dort zu warten, bis es dunkel wurde.

 

Wartend traf ich in dieser Zeit viele nette Leute, deutsche Touristen, die hier Urlaub machten und mir die Daumen drückten.

Und dann kam sie! Kimbali kam! Ich rief sie, doch sie kam nicht direkt zu mir. Sie war wieder im Gebüsch, kam diesmal aber nicht von selber zu mir. Und so kletterte ich hoch zu ihr. War klar, daß ich genau an diesem Tag einen äußerst unpraktischen langen Rock anhatte…

 

Kimbali wartete einfach im Gebüsch, bis ich mich zu ihr durchgewuselt hatte. Ich nahm sie auf den Arm und trug die Kleine durch das Gestrüpp – und setzte sie in den Transportkorb, den ich mitgenommen hatte.

 

Vorher hatte ich mit ihren neuen Menschen ganz in Ruhe und lange gesprochen. Wir waren überein gekommen, daß ich zum einen nicht andauernd kommen kann, um die kleine Katze einzufangen. Zum anderen hatten wir den Eindruck, daß Kimbali dort wirklich nicht glücklich war, warum auch immer.

 

Und so nahm ich Kimbali auf, sie kam zu uns nach Hause.

Kimbali bei uns Zuhause
Kimbali bei uns Zuhause


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