Streunerkater Maske

Kater Maske kennen wir schon lange. Schon lange kam er immer einmal wieder kurz vorbei, auf die Finca, ansonsten aber ging und geht er seiner Wege, seiner Streunerwege.

 

Warum ich ihn Maske nenne, sieht man deutlich, oder...?

 

Ich bin früher immer davon ausgegangen, daß Maske ein Zuhause hat. Denn er hat zwei Halsbänder. Doch sein aktuelles Verhalten spricht inzwischen absolut dagegen. Aber der Reihe nach.

 

Streunerkater auf Teneriffa
der Kater mit der "Maske"...

Maske kam vor allem früher viel zu uns, als unsere Gipsy damals rollig war. Klar, mit ihrer lauten "Röhrstimme" zog sie alle unkastrierten Streuner von ganz Icod an... Und so auch Maske.

 

Doch Maske wurde damals von allen Katzen hier vertrieben, denn der andere Bewerber, Pirata, wurde von unseren Mädels absolut bevorzugt und gemocht.

Es gab Zeiten, da kam Maske viel. Und es gab wiederum Zeiten, da sah ich ihn gar nicht.

Kater schaut um die Ecke
neugieriger Maske...

Es ist schon länger her, da hörte ich die Nachbarshunde länger laut bellen. Inzwischen kann ich an deren Bellen genau einschätzen, ob einfach jemand vorbei geht, also nichts ist, oder ob doch eine besondere Situation vorherrscht. Dieses Bellen damals war anders. Es war so, daß ich nachschauen mußte, warum sie so auffällig bellten. Und da sah ich die Ursache: Am Zaun zum Grundstück mit den Hunden saß oben eine Katze. Sie hing praktisch oben am Maschendrahtzahn. Sie kam nicht mehr zurück, drinnen aber waren die Hunde.

Ich überlegte. Wie konnte ich helfen? Kam ich der Katze zu nahe, bestand die Gefahr, daß sie vor mit flüchtet, direkt zu den Hunden. Also beschloß ich zu versuchen, irgendwie die Hunde abzulenken. Ich warf etwas ins Grundstück, wieder und wieder, damit die Hunde so beschäftigt waren und die Katze die Chance bekam zu flüchten. Die Katze nutzte tatsächlich einen günstigen Augenblick und ihr gelang die Flucht. Doch leider, in die falsche Richtung. Sie sprang direkt in das Grundstück mit den Hunden.

Ich sah die Katze nicht mehr. Ich schaute mehrmals wieder aufs Nachbargrundstück, doch nichts zu sehen. So dachte ich, alles wäre gut. Doch einen Tag später hörte ich die Hunde wieder auffällig bellen.  Und da sah ich sie - die Katze saß oben im großen Baum auf dem Hundegrundstück. Sie traute sich sichtbar nicht mehr hinunter und schien auch keinen Weg nach draußen zu finden.

Als der kanarische Hundehalter kam und ich ihn sah, erzählte ich ihm von dem Katzenproblem. Er war total nett und kooperativ. Er leinte seine Hunde ganz hinten auf seinem Grundstück an und öffnete weit das Tor. Es war die Chance für die Katze. Aber nein, sie kam nicht runter. Ihre Angst war zu groß. Wir hatten keine Chance. Also mußten wir weiter abwarten.

Einen Tag später klingelte ich bei den direkten Nachbarn des Hundegrundstückes, auch Canarios. Ich schilderte auch ihnen die Situation und beäugte auf deren Grundstück, ob es für die Katze vielleicht die Möglichkeit gab, von ihrem Hochsitzbaum direkt in dieses Nachbargrundstück zu springen. Doch auch diese Möglichkeit schien ausgeschlossen. Eine ausweglose Situation. Zumindest aber waren nun alle informiert.

Ich konnte jetzt nur hoffen, daß die Katze im Baum irgendwann eine günstige Situation nutzte, z.B. nachts wenn die Hunde schlafen, und sich dann traut, den Baum zu verlassen, um einen Weg, wie auch immer, nach draußen zu finden. Zum Locken stelle ich vor das Außentor beim Hundegrundstück ein wenig Katzenfutter. Doch dies blieb unberührt. Immer wieder schaute ich in den Baum. Die Katze saß bestimmt mindestens 3 Tage dort oben. Dann auf einmal aber sah ich sie nicht wieder. Sie mußte es also geschafft haben.

Und als ich dann wieder einmal zufällig mit den angrenzenden Nachbarn sprach, sagten sie mir, daß sie diese Katze auf ihrem Grundstück gesehen hatten, also das Grundstück neben dem Hundegrundstück. Prima, die Katze war also in Sicherheit.

Wieder ein paar Tage später kam diese Katze auf unsere Finca. Ich hatte das Gefühl, sie kam extra, um sich bei mir zu bedanken. So sah ich sie von der Nähe und dachte: "Du siehst aus wie Maske". Und erst da wurde mir bewußt, die Katze im Baum war Maske!

Katze im Garten
Es war Maske, die Katze auf dem Baum!

Daraufhin kam er immer wieder einmal kurz zu Besuch, hielt sich aber nie lange auf. Als er einmal oben auf unserem Tor saß, konnte ich unten an seinem Buch eine Verdickung erkennen. Ich wußte natürlich nicht, was es war, aber es war schon recht groß. Und da sich Maske nicht anfassen ließ, ich nicht wußte, wo er wohnt, konnte ich hier leider nichts tun. Und dann sah ich Maske mehrere Monate nicht mehr.

Plötzlich aber war Maske wieder da! Es war also alles gut, prima. Auch diese Verdickung konnte ich bisher nicht mehr sehen. Maske kommt uns nun täglich besuchen. Wie viele Streuner findet er es toll, auch mit dabei zu sein, wo andere Katzen leben. Doch Maske ist eben ein unkastrierter Kater... Der Vorteil: Man hört ihn immer schon von weitem, wenn er röhrend sein Kommen ankündigt. Der Nachteil: Er markiert alles und hat ein starkes Katerrevierverhalten.

Das mit dem Markieren ist draußen natürlich nicht so schlimm. Doch da Maske, wie jede Katze, sehr neugierig ist, kommt er (heimlich) auch immer wieder bei uns rein. Und da ist das Markieren schlimm! Also muß ich nun immer die Außentür schließen, wenn Maske in der Nähe ist.

zwei Katzen
Bonny und Maske

Unsere Katzenmädels kommen prima mit Maske zurecht. Sie akzeptieren ihn. Nur die Kleinste, Piña, meinte anfangs, sie müßte ihn (alleine!) vertreiben... Nun aber ist alles gut, auch sie läßt ihn in Ruhe. Und Sunny gibt ihm gerne auch mal ein Küßchen...  Sogar Bonny hat sich dies vor kurzem getraut. Nur wenn Maske und Cato aufeinander treffen, also 2 Kater, erinnert sich Maske, daß er ein unkastrierter Kater ist. Und dann wird er sehr unentspannt. Cato hat da eigentlich gar keine Lust zu, der möchte nur seine Ruhe (zum Glück).

Katzen auf Finca
Alle Katzen verstehen sich und machen gemeinsam Gartenrundgänge.

Leider ist Maske sehr scheu. Aber, ich habe die Hoffnung, daß wir auch dies schaffen. Denn es wäre schon gut, wenn er kastriert werden könnte. Dann wäre Maske nicht mehr nur instinktgesteuert, sondern entspannt, und wir könnten wieder die Tür auflassen...

Er hat ja die Halsbänder. Diese muß ihm einmal jemand angelegt haben, klar. Also muß er einmal ein Zuhause gehabt haben. Von seinem Verhalten her aber hat er dies nicht mehr, zumal das eine Halsband so marode ist, das würde niemand so lassen. Und Maske kommt auch zu oft zu uns, auch hat er sichtbar Hunger. Allerdings kann ich ihn im Moment nur dann füttern, wenn unsere Katzen drinnen sind. Alles andere würde nicht gut gehen. Und diese Situation ergibt sich natürlich nicht immer, zumal Maske überhaupt keine feste Zeiten bzw. einen Rhythmus hat.

Allem Anschein nach aber kommt Maske gut zurecht, was sein Futter betrifft. Er wird sich zum einen draußen selbst versorgen, zum anderen kennt er die Futterstelle bei unseren Streunerkatzen. Und viele Menschen, die hier leben und Tiere haben, haben für sich immer Trockenfutter für ihre Katzen draußen stehen...

Ich versuche aber schon, daß Maske zutraulicher wird. Denn ich möchte ihm diese "blöden" Halsbänder abmachen. Und, wie ja schon geschrieben, es wäre toll, wenn er kastriert werden kann. Und so merke ich, je öfter Maske uns besucht, umso mehr Vertrauen bekommt er. Gestern konnte ich tatsächlich meine Hand direkt nach ihm ausstrecken; er blieb vertrauensvoll sitzen.

scheue Katze bekommt Vertrauen
Maske beginnt zu vertrauen

Und heute ergab sich die Situation, daß alle unsere Katzen drinnen waren, während Maske auf der Terrasse war. Ich gab Maske dort Futter und blieb dabei. Ich hockte mich neben ihn und versuchte, ihn zu streicheln. Er ließ es zu! Er fraß, und ich versuchte, diese Situation weiter zu nutzen. Ich habe es tatsächlich geschafft: Ich konnte ihm zumindest ein Halsband abmachen,  das rote. Das war ein super Erfolg. Und dieser macht mir Hoffnung, daß wir den Rest auch noch schaffen.


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