Willkommen Lucky

Gestern vor einer Woche rief mich eine Freundin am Sonntag ganz früh an: "Du, Kirsten, bei mir im Garten sitzt ein kleines Katzenbaby mit ganz verklebten Augen. Die Katzenmutter muß es mir dorthin gesetzt haben. Meine Nachbarn haben doch so viele Katzen, die immer wieder Babys bekommen.

 

Ich sagte ihr, sie möge ihm die Äuglein sanft mit warmem Wasser abwischen, damit sie sich ein wenig öffnen. Und ich wollte versuchen, so bald wie möglich zu kommen, was ich ein wenig später dann auch tat.

Und so besuchte ich die Freundin und sah das kleine Kätzchen. Winzig, die Augen komplett zu, da verklebt. Meine Freundin hatte dem Kleinen bereits die Augen ausgewischt und sagte, das ganz viel Eiter heraus kam. Klar, unter der Verklebung hatte sich dieser gesammelt.

 

Erneut säuberte ich dem Kleinen die Augen. Ich hatte ein homöopathische Mittel dabei, gab dies in etwas Kondensmilch, hielt dies dem Kleinen auf meinem Finger hin - es schleckte es artig.

 

Dann sagte ich, daß wir nun versuchen müssen, daß die Katzenmutter es wieder annimmt. Draußen fanden wir nach einer Weile die Katzenmutter. Das Kleine rief nach ihr, sehr gut. Wir setzten das Kätzchen in die Nähe der Mutter. Die Mutter ging nicht hin. Wir entfernten uns weiter. Sie ging dennoch  nicht zum Kleinen. Wir setzten es ihr noch dichter, wobei sie vor uns flüchtete. Dann verschwand die Katzennmutter in eine Art natürlichen Tunnel.

 

4 Babys hatte sie, so informierten uns die Nachbarn, 2 Siam und 2 Schwarze. Sie wird zu ihren anderen Kleinen gegangen sein, in den Tunnel. Die Katzenmutter schaute mich aus dem Tunnel an. Ich setzte ihr Baby in den Tunneleingang. Keine Reaktion der Katzenmutter. Sie rief nicht, sie nahm es nicht - sie ging.

"Laß es uns wieder in meinen Garten setzen, dann holt es die Mutter vielleicht", sagte meine Freundin. "Nein, denn wenn die Mutter nicht gleich kommt, wird das Kleine sterben. Das geht nicht." So meine Antwort.

 

Also nahmen wir das kleine Kätzchen wieder rein und hatten nun natürlich ein Problem. "Laß uns versuchen, ob es schon normales Futter nimmt", meine Idee. Denn wenn es noch Muttermilch brauchte, so sah es von der Größe her eigentlich schon aus, dann hätten wir ein weiteres Problem. "Habe ich schon versucht, nimmt es nicht", antwortete die Freundin. "Laß es uns noch einmal versuchen", meine Antwort.

 

Wir stellten ein wenig Feuchtfutter vor das Kleine - es fraß!

 

Das war gut und sehr wichtig, denn sonst hätten wir wieder zum Tierarzt gemußt hätte es doch noch Ersatzmilch gebraucht; schließlich war wieder einmal Sonntag.

 

Da es fraß, mußte es ca. 4 Wochen alt sein, auch wenn es noch jünger aussah.

 

Meine Freundin aber wollte das Kleine nicht behalten, denn sie hat selber einen sehr alten und pflegeintensiven Hund, neben weiteren Tieren.

 

So gingen wir alle Alternativen durch. Wer würde es nehmen, wo würde es ihm gut gehen? Es fand sich keine gute Alternative.

 

Und so, man ahne es, nahm ich das Kleine mit zu mir nach Hause.

Die Augen waren so verklebt, ich brauchte sehr lange, bis ich sie zumindest frei bekam. Dann mußte ich sie recht schnell wieder säubern, weil es sofort wieder verklebte.

 

Hatte das Kleine die Augen einmal auf, konnte es minimal sehen, aber immerhin - was für eine Freude, die Welt zu entdecken! Doch die Augen selber blieben dick geschwollen, stark entzündet.

 

Und so holte ich Antibiotika-Augentropfen, denn ohne hätten wir keine Chance. Diese gab ich dem Kleinen anfangs alle 1 bis 2 Stunden. Es dauerte 2 Tage, dann wurden die Augen besser und es brauchte die Tropfen nur noch selten.

Jetzt sind die Augen komplett auf, das Kleine braucht keine Tropfen mehr.

 

Es ist ein Kater! Eindeutig zu sehen, auch wenn es noch so klein ist.

 

Und er ist so artig und clever zugleich. Bleibt in der Nähe, akzeptiert mich als Ersatzkatzenmutter, entdeckt gleichfalls seine kleine Katzenwelt. Wie immer, versucht er schnellstmöglich, den großen Katzen alles nach zu machen. Er findet es z.B. besser, die Katzenklos der Großen zu nutzen und dort hinein hoch zu klettern, also sein eigenes kleines für Katzenbabys...

 

Inzwischen hat sich alles auch ein wenig eingespielt. Die meisten anderen Katzen hier akzeptieren ihn inzwischen, geben ihm sogar ab und zu ein Küßchen.

 

Peppi und Gipsy fauchen ihn noch an, vor allem Peppi, die bisher ja unser "Baby" war, ist absolut eifersüchtig. Aber auch das wird schon noch.

 

Sein Name soll nun Lucky sein - Lucky, weil er das Glück hatte, so eine clevere Katzenmutter zu haben, die ihn meiner Freundin brachte, damit ihm geholfen wird. Lucky, weil er Glück hatte und leben und überleben darf. Lucky, weil er nun hier bei und mit uns leben darf. Und vielleicht auch daher Lucky, weil er uns hier Glück bringen wird?


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