Näschen

Etwas ganz, ganz Trauriges ist geschehen.

 

Seit so langer Zeit füttere ich auch Näschen, die zu den "Streunerkatzen" gehört. Immer war sie da, zu fast jeder Fütterung. Selbst wenn ich nur kurz zum Müll mußte, der bei der Futterstelle ist, sofort kam sie und freute sich, mich zu sehen.

In letzter Zeit aber war sie etwas stärker unter unserer Beobachtung, denn sie fraß nicht wirklich gut, hielt sich vermehrt an der Futterstelle auf, ihr Bauch war irgendwie anders, auch ihre Bauchatmung.

 

An diesem Montag nun, vor 4 Tagen, bat mich meine Freundin, daß wir doch diesmal zusammen füttern gehen mögen, damit ich mir Näschen noch einmal genauer anschaue.

 

Wir gingen gemeinsam hin, gaben allen Katzen dort Futter. Und wir nahmen uns in Ruhe Zeit für Näschen. Sie fraß gar nichts, auch dann nicht, als sie gesichert in Ruhe fressen konnte, ohne daß die anderen Katzen sie störten. Sie wollte schmusen, gestreichelt werden. Ich tastete ihren Bauch ab. Zwar nicht wirklich auffällig, was es zu tasten gab, doch der Umfang war vermehrt, verglichen mit ihrem Rücken, wo sie sich eher zu dünn anfühlte.

 

Wir beschlossen, sie in den Transportkorb zu setzen und sie am nächsten Tag zum Tierarzt zu bringen.

Näschen kam erst einmal in ein separates Zimmer bei meiner Freundin. Hier hatte sie es warm, und sie war unter Beobachtung. Es war spät, daher der Plan, erst am nächsten Tag mit ihr zum Tierarzt zu fahren.

 

Bei meiner Freundin nahmen wir uns ganz viel Zeit für Näschen. Ich streichelte sie intensiv, schmuste mit ihr, was sie sichtlich genoß.

 

Hierbei schaute mir Näschen einmal ganz, ganz tief in die Augen, eine lange Zeit lang.

Früh am nächsten Morgen rief mich meine Freundin an. Ich hörte schon an ihrer Stimme, daß etwas nicht stimmte.

 

Näschen war tot. Meine Freundin hatte sie morgens nicht mehr lebend aufgefunden.

 

Ich bin fast zusammen gebrochen, so schockiert und entsetzt und traurig war ich.

 

Was auch immer diese wundervolle Katze leider hatte, wir werden es nie genau wissen. Sicher ist, daß es sich bestimmt schon länger entwickelt hat, etwas "gearbeitet" hat. Da sie immer gefressen hatte, nicht augenscheinlich wirklich krank schien, war es leider so gekommen.

 

Sie muß hoffentlich friedlich eingeschlafen sein.

 

Und bei all dem Traurigen und Schlimmen, irgendwie sollte dies schon wieder so sein - denn sie verließ uns und diese Welt in dem Moment, wo sie drinnen war, bei meiner Freundin war, wo wir sie vorher noch einmal ganz intensiv liebkosen durften, für sie alleine da sein durften.

 

Näschen wurde höchstens 3,5 Jahre alt. Sie war die Mutter des damaligen großen Wurfes von 6 Katzen, die Mutter von Kimba und Peppi. Sie war eine so liebevolle und soziale Katze. Sie war ein Schatz.

 

Warum sie so früh diese Welt verlassen mußte, vielleicht finde ich einmal eine Antwort; es ist gut möglich, daß die beiden neuen Streunerkatzen, die an der Futterstelle dazu kamen, sie doch streßten, daß dies vielleicht der Auslöser war. Wer weiß. Genau werde ich es nie wissen.

 

Aber ich weiß, daß ich Näschen sehr, sehr lieb hatte, daß sie mich lieb hatte, mir vertraute. Und im nachhinein weiß ich, daß ihr langer Blick, als sie mir am Abend vorher so tief in die Augen schaute, daß sie mir hier etwas sagen wollte - oder daß sie hier bereits Abschied nahm.

 

Ich bin unendlich traurig, daß sie so früh verstarb. Aber ich bin auch sehr dankbar für all ihre Zuneigung und ihr Vertrauen. Danke Näschen - Du wirst mir immer fehlen.


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