Armes Katerle

Der Tierschutz auf Teneriffa ist mau. Staatliche Organisationen gibt es kaum. Wenn jemand sich kümmert, ist es entweder im Kleinen privat, oder den Tierschutz-Vereinen, oft von Deutschen geführt, wächst alles über den Kopf - die Masse an bedürftigen Tieren, die Kosten, etc.

 

Das Hauptproblem aber ist und bleibt, daß die Canarios ihre Katzen nicht kastrieren lassen. Und, klar, so kommt eines zum anderen...

Es ist jetzt einige Tage her. Eine Bekannte rief mich an. Sie füttert so einige Katzen, die wohl ursprünglich den Nachbarn gehörten, so genau aber scheint dies niemand mehr zu wissen. Da wäre eine Katze auf ihrer Terrasse, die ganz furchtbar aussähe. Die gesamte linke Seite wäre geschwollen, Beinchen und Kopf.

 

Ich fragte, ob sie diese Katze anfassen könne. "Nein", war die Antwort. Denn mein erster Gedanke war natürlich: "Ab zum Tierarzt".

 

Also fuhr ich hin.

 

Und dort sah ich dann das Katerchen. Ein Tiger mit Stummelschwanz. Also sicherlich Inzucht. Es war wirklich so, sein linkes Vorderpfötchen war geschwollen, wie ein Elefantenfuß sah dies aus. Und seine linke Gesichtshälfte war auch geschwollen. Der Kleine sah elendig aus. Noch dazu speichelte er extrem.

Ich fragte, ob er fressen würde. Wieder ein "nein". Ich ging mit raus, er lief sofort vor mir weg. Immerhin, er war noch mobil. Die einzige Chance, die ich hier sah, war ihm Kondensmilch  mit Globuli zu geben. Es war zwar absolut unklar, was der Arme haben könnte, denn hier kamen so viele wirklich unnormale Symptome zusammen, doch es wäre eine Chance, etwas zu versuchen.

 

Meine Bekannte stellte ihm eine Schale mit Kondensmilch und aufgelöstem homöopathischem Mittel in die Nähe. Sie durfte ein wenig dichter zu ihm.

 

Sie blieb in der Nähe, ich beobachtete durchs Fenster.

 

Doch, nichts. Auch hieran ging er nicht.

 

Die nächste Idee, Globuli ins Trinkwasser der Katzen zu geben. Hier mußte ich natürlich aufpassen, daß es ein homöopathisches Mittel in niedriger Potenz ist, denn wenn andere Katzen davon auch trinken, muß dies auch für diese o.k. sein, also nicht schaden o.ä.

 

"Mehr können wir leider im Moment nicht tun", sagte ich traurig. Wenn ich den kleinen Kerl sah, er litt offensichtlich. Doch keine Chance, er lief sofort weg, wenn wir uns zu dicht näherten. Er fraß nicht, trank nicht.

 

Und er litt. Es tat mir so weh, ihn so zu sehen, nicht wirklich helfen zu können.

 

Schließlich war es auch klar, daß er zu meiner Bekannten bewußt kam, als Chance für ihn, daß sie ihm helfen würde.

 

Es zerriß mir das Herz.

 

Doch mehr konnte ich nicht tun.

 

Und so fuhr ich wieder nach Hause.

 

Am nächsten Tag rief mich meine Bekannte an, der Kater wäre weg. Nichts hatte er angerührt. Er kam nicht wieder.



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