Ein kleines Katzenbaby stirbt in meinen Armen

Gestern war einmal wieder so ein Tag...

 

Es war Sonntag Nachmittag, ich war gerade im Garten gießen. Ein Wagen fuhr vor unser Tor und eine junge Frau, die ich kannte, stieg aus. Sie wohnt ein paar Häuser über uns in unserer Straße und hatte mir schon einmal bei einem ausgesetzten Hund sehr geholfen.

Mit ihr im Wagen saßen noch zwei weitere kanarische Mädels bzw. Frauen.

 

Sie sagte, sie hätten einige Katzenbabys gefunden und aufgenommen und eines würde weder fressen noch trinken. Ich verschte, so viel wie möglich abzufragen und herauszufinden und zu verstehen. Ein wenig schwierig war diese Unterhaltung leider schon. Und so entschied ich, daß ich am besten gleich mitkomme.

Schnell packte ich vorsichtshalber ein paar Sachen ein: zwei homöopathische Mittel, Kondensmilch, Futterpaste, Visitenkarte unserer Tierärztin. Und dann fuhren wir hoch.

Zuerst wurden dort dann ihre nicht gerade kleinen Hunde eingesperrt (fand ich sehr hilfreich...). Dann gingen wir in einen separaten Raum. Und da waren sie: 4 kleine Katzenbabys. Zwei waren größer, vielleicht 4 bis 5 Wochen jung, langes Fell, gesund. Die anderen zwei waren kleiner; ich schätzte sie auf höchstens 3 Wochen. Das eine würde fressen, alles gut, außer daß es ein entzündetes Auge hatte. Das vierte Kleine aber lag an der Seite, und es sah alles andere als gut aus.

 

Ich nahm das Kleine auf den Arm. Dieses Kleine wäre das Sorgenkind.

 

Was ich verstand bzw. herausfinden konnte, sie hatten insgesamt 6 Katzenbabys gefunden, Mutter nicht in Sicht. Es müßten zwei unterschiedliche Würfe sein, und 2 von den größeren Kleinen konnten sie schon vermitteln.

 

Das kranke Katzenbaby hätte nun seit 3 bis 4 Tagen nichts gefressen, nichts getrunken. Außerdem röchelte es, es hatte mit Sicherheit zusätzlich noch einen Infekt.

 

Ich mußte den Mädels leider gleich sagen, daß dies gar nicht gut aussah. Vom ersten Augenblick fühlte ich, und sagte es auch: "Es wird sterben". Es maunzte und schrie auch ganz kläglich.

 

Ich nahm ein wenig von der Paste und tat es auf meinen Finger. Das Kleine biß in meinen Finger, nahm aber nichts von der Paste. Ich setzte es vor ein Schälchen mit der Paste, um zu sehen, ob es frißt. Nichts.

 

Zum Glück hatten die Mädels ein Fläschchen da. Katzenaufzuchtmilch aber hatten sie nicht.

 

Wir füllten das Fläschchen mit warmem Wasser, Kondensmilch und einem homöopathischen Mittel. Ich gab dem Kleinen dieses Fläschchen. Kein Trnkreflex beim Kätzchen. Dann erweiterten wir die Öffnung des "Nucklers", sodaß es nicht nuckeln mußte, die Flüssigkeit direkt in sein Mäulchen aber ging. Tröpfchen für Tröpfchen gab ich in das Kleine. Es hatte absolut keinen Schluckreflex mehr. 

Ich gab den Mädels Anweisungen, daß sie am nächsten Tag Aufzuchtmilch kaufen müssen, daß wenn das Kleine es schafft, es alle 2 bis 4 Stunden Milch braucht. Ich rat, daß das andere Kleine mit dem entzündeten Auge Augentropfen mit Antibiotika bekommen muß (dies hatten sie bereits bei einer Freundin angefordert). Ich übergab die Visitenkarte unserer Tierärztin und sagte, das Kleine brauche jetzt einen Tierarzt.

 

Nun war natürlich wieder Sonntag, kein einziger Tierarzt in unserer Nähe hatte Notdienst. Alle anderen waren weiter weg.

Das kranke Kleine war weiter auf meinem Arm. Weiter gab ich tropfenweise das Fläschchen, streichelte das Kleine, redete mit ihm. Immer wieder aber schrie es zwischendurch.

 

Es tat mir so weh, denn ich wußte, daß es Schmerzen hatte. Und ich spürte auch, daß ein Tierarzt dieses Kleine nur noch erlösen würde. Und ich hatte auch Angst vor der Nacht, die dem Kleinen bevorstand.

 

Und auf einmal war es still. Es bewegte sich nicht mehr. Dieses arme kleine Kätzchen starb in meinen Armen.

 

Ich wußte, daß dies das Beste war für dieses kleine Wesen. Leider. Aber es hatte noch einmal Liebe und Fürsorge erhalten. Dies war ein einziger, kleiner Trost.



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